Der Kilt - ein kultiges Kleidungsstück

Der Kilt als Kleidungsstück ist heutzutage schon beinahe Kult. Wer kennt ihn nicht, den typischen Schotten in seinem Rock, über den es so unzählige Witze gibt. Und auch die Diskussionen und Mutmaßungen, was denn wohl ein echter Schotte unter seinem Kilt trägt, werden sicher nie verstummen. Es gab sogar in Deutschland einmal den Versuch, den so genannten Männerrock in der Modewelt zu etablieren, was aber nie so recht gelang.

Ganz vereinzelte, überwiegend sehr junge Männer meinten zwar, diesen Modetick mitmachen zu  müssen, aber der richtige Kilt hat sich nicht durchgesetzt. Dieser bleibt nach wie vor den Schotten vorbehalten. Während dort der Anblick eines Mannes im Rock selbstverständlich ist, fällt bei uns nach wie vor so manch schiefer Blick. Bei dem echten Kilt handelt es sich um einen Wickelrock, der bis zum Knie reicht. Kniet sich ein Mann hin, so sollte der Rock den Boden nicht berühren.

Eine wichtige Rolle spielt das Karomuster. Es ist sozusagen ungeschriebenes Gesetz, dass ein bestimmtes Muster einem Clan vorbehalten ist. Wer es trotzdem wagt, diese Bestimmung zu brechen, wird meist schief angesehen. Die Schotten sind ja sehr stolz auf ihre Clanzugehörigkeit und würden daher gar nicht erst auf die Idee kommen, ein anderes Muster als das ihres Clans zu tragen.

Dabei wird der Kilt heutzutage weniger als Alltagskleidung genutzt, sondern vielmehr als Festtagskleidung angesehen. Zu feierlichen Anlässen oder am Sonntag wird er dagegen gerne aus dem Schrank geholt. Ein Schotte, der einen Kilt trägt, trägt ihn mit Stolz. Zwei der wohl bekanntesten Träger dieses traditionellen schottischen Kleidungsstückes sind Prinz Charles von England und der Schauspieler Sean Connery.