Mäuseplage und Katzen

Katzen jagen Mäuse, das ist eine allgemein bekannte Tatsache; die Mäuseplage darf nur nicht überhand nehmen, dann sind auch die Katzen nicht mehr ausreichend, um die Tierchen im Zaume zu halten, was ihre Ausbreitung betrifft. Selbst wirklich fleißige Katzen schaffen es nicht, einer Plage Paroli zu bieten, wenn einmal eine gewisse Frequenz überschritten wird.

Von einer Mäuseplage kann beispielsweise bei all den Comics, die man kennt, nicht die Rede sein. Wenn Tom Jerry jagt, sind sie meistens ganz allein dabei; der kleine Jerry bekommt nur manchmal Unterstützung. Der natürliche Vorgang, dass Katzen Mäuse zu ihrer persönlichen Belustigung erst einige Zeit jagen und sie dann - je nach Mäuseart - genüsslich verspeisen, ist einfach der Lauf der Dinge. Nehmen die Mäuse jedoch Bevölkerungszahlen an, denen eine Katze nicht gewachsen ist, muss man sich etwas anderes überlegen, wie etwa den Einsatz eines professionellen Schädlingsbekämpfers.

Es hilft auch nichts, die Katze beim Herrschen einer Mäuseplage nicht zu füttern, in der Hoffnung, sie würden dann mehr Mäuse fangen und töten. Ganz im Gegenteil: Es ist bekannt, dass nur eine zufriedene und satte Katze wirklich ein effektiver Feind für Mäuse ist. Allerdings gibt es auch Katzen, die eher Garfield ähneln: Sie liegen lieber faul auf einer Ofenbank, kratzen sich hinter dem Ohr und sehen die Anfrage von Herrchen und Frauchen, ob man sich nicht auf Mäusejagd begeben möchte, eher als Scherz, statt als ernst gemeinte Aufforderung.

Hat sich also wirklich eine Mäuseplage entwickelt, bleibt nur der eine Weg, die Katze bei ihrer Arbeit zu unterstützen. Schnell wird man feststellen, dass auch Fallen nicht wirklich schnelle Abhilfe schaffen, denn oft haben sich die Mäuse schon verdoppelt, bevor ein neugieriges Exemplar in eine Falle gegangen ist.